Tinte statt Chemie-Cocktail: Warum unser Druckverfahren mehr ist als ein Detail
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Wenn wir über Nachhaltigkeit bei GeorgWerner sprechen, geht es meistens um Bio-Baumwolle, faire Produktion oder darum, warum wir nichts auf Lager fertigen. Ein Teil bleibt dabei oft unerwähnt, obwohl er direkt auf jedem einzelnen Shirt sitzt: die Tinte.
Warum Druckfarbe kein Nebenschauplatz ist
Klassischer Textildruck arbeitet häufig mit PVC- oder plastisolbasierten Farben. Die sehen erstmal harmlos aus, enthalten aber Weichmacher und Lösungsmittel, die weder beim Herstellen noch beim Waschen besonders freundlich zur Umwelt sind – und sich auf der Haut auch nicht unbedingt gut anfühlen, wenn man den ganzen Tag im Shirt unterwegs ist. Für Sportbekleidung, die schwitzt, dehnt und öfter in der Waschmaschine landet als ein normales T-Shirt, ist das ein Kompromiss, den wir nicht eingehen wollten.
Wir drucken deshalb mit wasserbasierten, GOTS-konformen Farben im Digitaldruck. Kein Chemie-Cocktail, kein PVC, dafür Pigmente, die sich mit der Faser verbinden, statt sich wie eine Plastikschicht obendrauf zu legen. Das Ergebnis: ein weicherer Griff, keine steife "Aufkleber"-Optik auf dem Stoff und ein Motiv, das mit dem Shirt altert, statt irgendwann abzublättern.
Der Zusammenhang mit Print-on-Demand
Digitaldruck passt außerdem perfekt zu unserem Print-on-Demand-Modell. Wir müssen keine Druckplatten oder Siebe für jede Farbe anfertigen, keine Mindestmengen kalkulieren, keine Restfarbe entsorgen. Jedes Shirt wird einzeln gedruckt, exakt dann, wenn es bestellt wird. Das spart nicht nur Ressourcen bei der Produktion, sondern macht es überhaupt erst möglich, dass jedes Motiv ein Unikat bleiben kann – ohne dass wir Tausende Stück vorproduzieren und hoffen müssen, dass sie jemand kauft.
Der Nebeneffekt: Wasserbasierte Farben brauchen weniger Wasser im gesamten Prozess, als man denken würde, weil beim digitalen Verfahren kein aufwendiges Spülen von Sieben nötig ist. Das ist einer dieser Punkte, die man einem Shirt nicht ansieht, die aber am Ende den Unterschied machen, ob "nachhaltig" nur ein Wort auf dem Etikett ist oder tatsächlich im Prozess steckt.
Was das für dich bedeutet
Ganz praktisch: Du kannst deine GeorgWerner-Shirts bei 30 Grad waschen, auf links drehen und musst dir keine Sorgen machen, dass der Print nach der zehnten Wäsche rissig wird oder nach Chemie riecht, wenn er frisch aus der Verpackung kommt. Und falls du dich beim Auspacken fragst, warum der Druck so dünn und geschmeidig wirkt statt dick aufgetragen – jetzt weißt du, warum. Es ist kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung, die wir für jedes einzelne Motiv treffen, egal ob es aus der Retro-, der Around-the-World- oder der Water-Nomads-Kollektion stammt.
Nachhaltigkeit hört bei uns eben nicht bei der Faser auf. Sie fängt da an, wo das Motiv auf den Stoff trifft.